Schwurgericht geht von baldigem Ende der Beweisaufnahme aus

Wie bereits am 19.01.2010 durch den Vorsitzenden Richter am LG Alt mitgeteilt worden war, geht das Münchener Schwurgericht offenbar von einem absehbaren Ende der Beweisaufnahme im Verfahren gegen John “Iwan” Demjanjuk aus.

Nachdem in der ersten Februarwoche 2011 noch eine Sachverständige des Bayerischen Landeskriminalamts zur Erstattung eines schriftvergleichenden Gutachtens gehört werden solle, könnte nach der Verlesung diverser Urkunden sodann in der zweiten Februarwoche der Schluss der Beweisaufnahme erklärt werden. Am 22./23.02. sowie am 01./02.03.2011 könnten sodann die Schlussvorträge von Staatsanwaltschaft und Nebenklage erfolgen, einschließlich abschließender Erklärungen der Nebenkläger selbst, welche zu diesem Anlaß wieder in größerer Zahl in München zu erwarten sein werden.

Nach vorläufiger Planung sieht das Gericht sodann für den 15./16.03.2011 die Plädoyers der Verteidiger und des Angeklagten sowie dessen letztes Wort vor. In der Folgewoche könnte dann ein Urteil verkündet werden, so der Vorsitzende Richter.

Im Verlauf des am 30.11.2009 begonnenen Strafverfahrens sind die Prozeßbeteiligten mittlerweile zu 76 Terminen in München geladen gewesen, von denen jedoch eine geringe Anzahl aus gesundheitlichen Gründen bzw. wegen ärztlicher Untersuchungen des Angeklagten hatte abgesagt werden müssen. Bliebe es bei dem Zeitplan des Gerichts, dürfte sich die Gesamtzahl der Termine auf  mindestens 87 erhöhen.

Tags »